Bericht von der Jahreshauptversammlung 2020

von | 22. Jan 2020 | Allgemein, Verein | 0 Kommentare

Die Vorstandschaft des SV Hänner von links nach recht: Fabian Goering, Leonie Goering, Tom Jehle, Felix Brand, Dennis Palla, Pscal Tolksdorf, Marco Rapp, Heiko Wenk, Aron Goering, Dominik Moosmann


Neben zahlreichen Mitgliedern konnte der 1. Vorsitzende Dominik Moosmann am 17.01.2020 im Vereinsheim in Hänner Bürgermeisterstellvertreter Georg Kirschbaum sowie Klaus Meier und Patrick Ruch von der Vorstandsschaft des FC Rotzel begrüßen.

Mit einer Schweigeminute wurde zunächst dem verstorbenen Gründungsmitglied Alfred Guhl sowie Christian „Schnucki“ Schlachter gedacht, der am 5. Mai 2019 auf tragische Weise während eines Spiels der zweiten Mannschaft verstorben war. Schriftführer Felix Brand fasste anschließend das Geschehen der letzten Jahreshauptversammlung kurz zusammen und verwies auf das ausliegende Protokoll für weitere Informationen.

In seinem Jahresbericht konnte Moosmann dann über eines der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte berichten. Sowohl die Damen- als auch die erste Herrenmannschaft konnten 2019 in ihrer jeweiligen Staffel den Meistertitel gewinnen. Die Damen spielten sogar eine perfekte Saison mit 18 Siegen aus 18 Spielen. Nach wie vor verfügen alle Aktivmannschaften über einen großen Kader mit vielen jungen Spielern. Nun gilt es, in den kommenden Jahren dieses Potential voll auszuschöpfen. Den Trainern Marcus Gassmann und Gerhard Malzacher (Damen) sowie Daniel Schupp, Felix Brand, Patrick Dörsing und Patrick Ruch (Herren) bescheinigte Moosmann dabei hervorragende Arbeit. Ebenfalls positiv waren die ansteigenden Zuschauerzahlen bei den Heimspielen sowie das gute Miteinander innerhalb und zwischen der verschiedenen Aktivmannschaften.

Auch die Veranstaltungen des Vereins sind 2019 gut verlaufen. Beim 1. Mai Hock auf dem Hännermer Festplatz konnte man dank tollem Wetter ein Rekordergebnis verbuchen. Daneben war das 60-jährige Vereinsjubiläum im Sommer mit Damenturnier, Spiel der Ersten Mannschaft und anschließender Pool-Party das Highlight des Vereinsjahres. Auch wenn die Veranstaltungen alle gut verlaufen sind mahnten sowohl Moosmann als auch einige Mitglieder den teils mangelnden Arbeitseinsatz an. Zwar sei die Lage beim SV Hänner hier momentan gut im Vergleich zu anderen Vereinen, trotzdem gebe es hier noch Luft nach oben.

Besonders gelobt wurden die beiden Vereinswirte Pascal Tolksdorf und Tobi Kusserow, die dank zahlreicher kleinerer Partys und Veranstaltungen für viel Leben im Vereinsheim gesorgt haben. Dies komme sowohl den Mitgliedern und Gästen als auch der Vereinskasse zu Gute.

Für das laufende Jahr hat sich der Verein wieder einiges vorgenommen. Bei der Fußball-EM wird man beim Public Viewing auf der Murger Mitte wieder mit einem Ausschankwagen vertreten sein. Der 1. Mai ist sowieso seit Jahren ein Fixpunkt im Terminkalender des SVH. Nach den guten Erfahrungen im Vorjahr soll auch das Damenfußballturnier sowie die Poolparty 2020 wiederholt werden. Daneben sind zahlreiche Renovierungs- und Instandhaltearbeiten am Vereinsheim und am Sportplatz geplant.

Jugendleiter Tom Jehle konzentrierte sich in seinem Bericht vor allem auf die Gründung des Jugendfördervereins Region Laufenburg im vergangenen Jahr. Zusammen mit dem SV 08 Laufenburg, FC Binzgen, FC Rotzel und SV Luttingen hat der SV Hänner seine Jugendabteilung in einen eigenen Verein ausgelagert. Das Zusammenspiel funktioniert trotz der kurzen Vorbereitungszeit überwiegend gut. Bereits jetzt konnte Jehle von steigenden Mitgliederzahlen im Jugendbereich sowie zahlreichen Aktivitäten berichten. Das wichtigste Anliegen der Vorstandsschaft in Bezug auf die Jugend galt aber den Mitgliedern. Es brauche definitiv mehr Engagement für die Jugend aus dem Verein, so Jehle und Moosmann unisono. Unter anderem will man 2020 die Gründung einer Mädchenmannschaft angehen.

Darauf verwies auch Marcus Gassmann in seinem Bericht über die Damenmannschaft des Vereins. Ohne eigenen Nachwuchs könne man auf Dauer nicht bestehen. Ansonsten zeigte sich Gassmann sehr zufrieden über die vergangene Saison und gewohnt ehrgeizig was die Ziele im laufenden Jahr anbelangt. Auch Daniel Schupp (1. Herrenmannschaft) war angesicht der Meisterschaft hochzufrieden. Die sportlichen Rückschläge in der Hinrunde der aktuellen Saison wollte er angesichts zahlreicher Verletzungen nicht überbewerten. Mit zwei Neuzugängen will man 2020 wieder angreifen und die Abstiegszone baldmöglichst verlassen. Auch Patrick Dörsing (2. Herrenmannschaft) konnte trotz wenigen sportlichen Erfolgen ein gutes Jahr bilanzieren. Moral und Zusammenhalt der Mannschaft und die Unterstützung durch Damen und Erster Mannschaft seien für eine 2. Mannschaft außergewöhnlich gut.

Mit Stolz kann ich heute sagen: Meine Alkoholmannschaft hat ein Fußballproblem welches von Woche zu Woche größer wird. Wir sind absolut auf dem richtigen Kurs und ich freue mich auf alles, was uns diese Saison noch bringen wird.

Trainer Patrick Dörsing mit einem Augenzwinkern über seine Zweite Mannschaft.

Nachdem nun das Sportliche abgehandelt war legte Kassierer Marco Rapp seinen Bericht über die Finanzen des Vereins dar. Dank sehr guter Ergebnisse der Veranstaltungen konnte man das Jahr mit einer schwarzen Null abschließen. Die Kredite vom Vereinsheimbau vor fast 20 Jahren sind in wenigen Jahren abbezahlt. Sorgen bereitet die Mitgliederliste, die nach wie vor nicht vollständig ist, unter anderem weil einige Mitglieder wohl umgezogen sind und ihre neue Anschrift nicht gemeldet haben. Ansonsten sei der Verein zwar auf einem guten Weg, da man über keine Rücklagen verfüge sei es aber schwierig, in den Spielbetrieb und die Ausstattung des Sportplatzes größere Summen zu investieren. Die beiden Kassenprüfer Rolf Goering und Michael Kühnrich bescheinigten dem Vorstand anschließend eine gute Kassenführung und hatten nichts zu beanstanden.

Bevor man zu den Neuwahlen des Vorstands überging stand noch die Festlegung der Vereinsbeiträge auf der Tagesordnung. Durch die Neugründung des Jugendförderverein sei eine deutliche Erhöhung unumgänglich, so Moosmann. Mit Hilfe einer Präsentation, die JFV-Vorstand Michael Rieple erstellt hatte, wurde der hochgerechnete Finanzbedarf und die prognostizierten Einnahmen dargestellt. Zudem sollen die Beiträge in allen Stammverein angeglichen werden. Die Erhöhung der Beiträge auf 60€ bzw 100€/Jahr ab der D-Jugend wurde nach einigen Nachfragen schließlich mit großer Mehrheit beschlossen. Anschließend brachte Kassierer Marco Rapp noch eine Erhöhung der Aktivbeiträge ins Spiel. Das zusätzliche Geld solle für weitere Investitionen in den Spielbetrieb verwendet werden. Nach einigen Diskussionen einigte man sich schließlich mit einer deutlichen Mehrheit auf eine Erhöhung der Beiträge auf jetzt 80€ pro Jahr.

Für die anstehenden Wahlen wurde von der Versammlung Georg Kirschbaum als Wahlleiter bestimmt. Kirschbaum dankte zunächst dem Verein und dem Vorstand in seiner Eigenschaft als Bürgermeisterstellvertreter für die geleistete Arbeit und gratulierte zu den sportlichen Erfolgen. Die Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig beschlossen. Anschließend wurden zunächst Dominik Moosmann als 1. Vorsitzender, Felix Brand als Schriftführer und Fabian Goering als zweiter Kassierer in ihren Ämtern wiedergewählt. Für das Amt des 2. Jugendleiters wurde mit Heiko Wenk und Dennis Palla eine Doppellösung gefunden. Zudem wurden Leonie Goering (Beisitzer Damen), Pascal Tolksdorf und Tobi Kusserow (Beisitzer Vereinsheim) und die beiden Kassenprüfer Rolf Goering und Michael Kühnrich in ihren Ämtern für ein weiteres Jahr verpflichtet.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ehrte Dominik Moosmann einige Vereinsmitglieder die sich im vergangenen Jahr besonders engagiert hatten. Neben den Aktiv- und Jugendtrainern wurden Udo und Manuela Goering sowie Rosemarie Wasmer für ihre Hilfe bei zahlreichen Veranstaltungen besonders erwähnt. Der Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement ging an Pascal Tolksdorf für seinen unermüdlichen Einsatz im Vereinsheim. Außerdem dankte Moosmann den zahlreichen Sponsoren sowie den Partnervereinen in der Jugendarbeit und dem FC Rotzel für die gute Zusammenarbeit im Herrenbereich.

Im letzen Tagesordnungspunkt sollte nun eben diese Zusammenarbeit mit dem FC Rotzel nochmal diskutiert werden. Die Gründung der SpVgg Andelsbach vor 18 Monaten sei für den Verein ein Glücksfall gewesen, die sportlichen Erfolge sprächen für sich, so Moosmann in seinem Eingangsstatement. Nun wolle man sich aber frühzeitig Gedanken um die weitere Zusammenarbeit machen und die Meinungen der Mitglieder einholen. Diese Ansicht wurde dann von allen Mitgliedern, die sich zu Wort meldeten geteilt. Die Frage, ob man eine komplette Fusion der beiden Vereine anstreben solle sei noch zu früh, zudem sei in vielen Bereichen nicht klar, welche Auswirkungen das beispielsweise auf die Vereinsförderung und die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinden hätte. Am Ende plädierten die Mitglieder dafür, die sportliche Zusammenarbeit auf jeden Fall fortzuführen. Eine Ende der SpVgg Andelsbach sei keine Option, so der einstimmige Tenor. Von Seiten des Vorstandes will man im Laufe des Jahres intensiver untersuchen, welche Vor- und Nachteile eine Vereinsfusion bringen würde.

Damit konnte Vorstand Dominik Moosmann die Versammlung nach gut drei Stunden Beratung beschließen. Durch das eindeutige Votum der Mitglieder bestärkt wurden anschließend noch die SG-Verträge für die kommenden beiden Spielzeiten von Klaus Meier und Dominik Moosmann unterzeichnet bevor man den Abend bei bester Stimmung und dem ein oder anderen Kaltgetränk im Vereinsheim ausklingen ließ.

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